M.I.T.-Schulen

Digitale Medien, Informatik und digitale Technologien - vertiefende Ausbildung im Rahmen des regulären Lerhplans an Oberschulen und Gymnasien in Sachsen.

Konzeption und Idee

Das vorliegende Konzept vereint eine erweiterte Ausbildung in den Themenbereichen (M)…digitale Medien, (I)...Informatik sowie (T)...digitale Technologien. Es zeigt einen Weg, der Schülerinnen und Schülern in Sachsen die Möglichkeit bietet sich frühzeitig mit diesen Themen auseinanderzusetzen und tiefgründig zu bilden. Die Konzeption von M.I.T.-Zweigen an den Schulen fokussiert auf eine zum allgemeinbildenden Fach-Curriculum parallel laufende Ausbildung, sichert deren Durchlässigkeit durch Wechselmöglichkeiten und grenzt sich damit vom Ansatz einer Spezialschule ab.

Die M.I.T.-Schulen stellen grundsätzlich allgemeinbildende Schulen mit einem „Vertiefungszweig“ für Medien- und IT-Bildung dar und werden für die beiden Schularten – das allgemeinbildende Gymnasium sowie die Oberschule konzipiert. Die vertiefende Medien und IT-Ausbildung erfolgt in den jeweiligen Orientierungsstufen (Klassen 5 und 6) sowie in der Sekundarstufe I (Klassen 7 bis 10) durch Ergänzung des durch Schulordnung definierten Fächer-Kanons. In der Sekundarstufe II an den Gymnasien wird es notwendig, einen Leistungskurs für das Fach Informatik einzuführen, der lt. Bestätigung des Kultusministeriums an den M.I.T.-Gymnasien ab Schuljahr 2023 pilotiert wird.

In einer ersten Pilotierungsphase werden universitätsnahe Cluster in den Großräumen Dresden, Leipzig und Chemnitz gebildet, in denen sich jeweils ein M.I.T.-Gymnasium und bis zu drei M.I.T.- Oberschulen befinden.

Cluster Chemnitz

(in Vorbereitung)

Cluster Dresden

Gymnasium Dresden Pieschen

Marie-Curie-Oberschule Dohna

Oberschule Pieschen

145. Oberschule Dresden

Cluster Leipzig

Gerda Taro Gymnasium

(...)

 

Prinzipien

Die pädagogische und inhaltliche Ausgestaltung der M.I.T.-Schulen folgt zwei wesentlichen Prinzipien:

1. Das Parallelitäts-Prinzip: Neben den Klassen mit allgemeinbildendem Ansatz wird ein „Zweig mit erweiterter Ausbildung in den Wissensbereichen digitale Medien, informatische Bildung und digitale Technologien (M.I.T.-Zweig)“ gebildet, der aus mindestens zwei Parallelklassen pro Jahrgang bestehen sollte.

2. Das Diversitäts-Prinzip: Die erweiterte Ausbildung im M.I.T.-Zweig findet sowohl im regulären Fachunterricht lt. Stundentafel als auch in den Zusatzangeboten (GTA, Neigungskurse, Förderunterricht usf.) statt.

Leitung und Koordination

Die Professur für Didaktik der Informatik an der Universität Leipzig koordiniert und leitet die Etablierung von M.I.T.-Schulen in Sachsen, unterstützt diese mit Rat und Tat bei der Umsetzung des individuell an die Gegebenheiten der Schule angepassten M.I.T.-Konzepts.

Quelle: Professur für Didaktik der Informatik der Universität Leipzig; JProf. Dr. Sven Hofmann

 
 
 
Didaktik der Informatik
Universität Leipzig